Schulobst NRW
MINIPHÄNOMENTA

„Die Finger müssen tasten, die Hände müssen packen können...“


Vom 17. Januar 2008 bis zum 1. Februar 2008 war die Miniphänomenta zu Gast an der GGS-Kapellen.
Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das aus der Zusammenarbeit des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL mit dem Institut für Didaktik der Physik der Universität Flensburg entstand.

Ursächlich für dieses Kooperationsprojekt war der Wunsch, Kindern unmittelbare Erfahrungen im Zusammenhang mit Naturwissenschaft zu ermöglichen, die sie im Allgemeinen in ihrer Lebenswirklichkeit heute nicht mehr machen können. Schulischer Unterricht, der zumeist mehr ein geschlossenes Unterrichtskonzept, das nur wenig Freiraum für Fragen und Entdeckungen ermöglicht, verfolgt, ist nur wenig geeignet, diesen Erfahrungsrückstand zu verringern.
Die Miniphänomenta, bestehend aus 52 Experimentierstationen mit Phänomenen aus Chemie, Physik und Technik, hat den Anspruch, Kinder nachhaltig für die gezeigten Phänomene zu interessieren und zu begeistern, darüber hinaus aber auch ein allgemeines Lernverhalten im Hinblick auf naturwissenschaftliche Fragestellungen zu fördern, das vor allem ein genaues Untersuchen, das Bilden und Überprüfen von Hypothesen sowie handelndes Entdecken beinhaltet.

Nach einem ersten Ausleihen der Stationen sollen Schulen mit Hilfe der Eltern einige Experimentierstationen nachbauen, um diese dauerhaft in der Schule zur Verfügung zu haben. Erst wenn es möglich ist, über einen längeren Zeitraum im Unterricht, aber auch in freien Phasen des Schulalltags an einem Phänomen zu verweilen und Erkenntnisse über Wochen aufzubauen und zu vertiefen, hinterlässt dieser Prozess seine Spuren im Denken des Kindes und generiert unglaublich stabiles Wissen, das es dem Kind häufig noch nach Jahren ermöglicht, Details zu schildern und einen tragfähigen Erfahrungsschatz im Zusammenhang mit naturwissenschaftlichen und technischen Problemen auszubilden.

Nachdem 30 ausgewählte Stationen der Miniphänomenta Anfang 2008 für 14 Tage in der GGS Kapellen Schülern, aber auch der Öffentlichkeit, zum Experimentieren zur Verfügung standen, begann eine erste „Nachbauphase“ im Mai 2008. Bevor die Experimentierstationen abgeholt wurden, hatten die Schüler unserer Schule in einem ersten Evaluationsdurchgang ihre favorisierten Stationen gewählt. Hieran orientierte sich der Nachbau, der mit interessierten Eltern durchgeführt wurde.

Während mehrerer Bauabende entstanden 12 Experimentierstationen, die nach und nach im Keller sowie in den Fluren des Hauptgebäudes aufgestellt wurden.
So ist es heute möglich, ausgewählte Stationen unkompliziert in den Unterricht zu integrieren, aber auch für das wichtige freie Experimentieren und Erproben ist während der Pausen Zeit und Raum vorhanden.

Im Rahmen des Sachunterrichts werden die Stationen genutzt, um ein naturwissenschaftliches Phänomen eingehend zu untersuchen. Nicht die abschließende Erklärung und somit die „Entzauberung“ des Faszinierenden soll hier im Vordergrund stehen, sondern allgemeine Lernziele wie das Argumentieren, Begründen oder Entwickeln zielgerichteter Fragen.

Alle Stationen sind mit Stationsschildern gekennzeichnet, im Eingangsbereich liegt für Besucher der Schule ein Informationszettel aus, auf dem die Hintergründe des Projekts noch einmal besonders erläutert werden, so dass Gästen ein sinnvoller Umgang mit den Experimentierstationen ermöglicht wird.

Unser Ziel ist es, die Experimentierstationen der Miniphänomenta in den Schulalltag der Kinder wie selbstverständlich zu integrieren und somit auf lange Sicht ein Verständnis für Naturwissenschaft und Technik herbeizuführen, das davon ausgeht, dass diese Bereiche zum Alltag dazugehören und unmittelbar erlebt werden können.

Hier können Sie unseren Informationstext zur Miniphänomenta herunterladen. 


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